Inhaltsverzeichnis
  1. Warum die Conversion Rate wichtig ist
  2. Was ist normal? Der Realitätscheck
  3. Was ist gut? Der Weg zur Wirtschaftlichkeit
  4. Kanäle und Geräte
  5. Was ist sehr gut? Die Spitzenreiter
  6. Fazit
  7. Häufige Fragen

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Aber was ist eine gute Conversion Rate wirklich? Die Antwort lautet oft vage „es kommt darauf an“. Das hilft dir wenig. Dieser Ratgeber liefert klare Antworten. Wir schauen auf globale Durchschnittswerte und analysieren die Conversion Rate im E-Commerce 2026. Wir erklären zudem die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Kunden und warum Besucher auf dem Smartphone seltener kaufen.

Warum die Konversionsrate 2026 so wichtig ist

Die Kosten für die Neukundengewinnung sind in den letzten Jahren gestiegen. Datenschutzänderungen und eine zersplitterte Medienlandschaft machen Marketing teurer. Wenn Besucher teurer werden müssen mehr von ihnen zu Käufern werden. Wer seine Conversion Rate steigern kann – etwa von 1 % auf 2 % – verdoppelt nicht nur die Verkäufe. Er halbiert die Kosten pro Bestellung. Wer Besucher profitabel verwandelt kann mehr in Werbung investieren als die Konkurrenz. Die Optimierung ist daher der größte Hebel für mehr Gewinn.

Definition: Worüber reden wir eigentlich?

Bevor wir tief einsteigen, klären wir die Konversionsrate Definition ganz klassisch:

Konversionsrate = (Anzahl der Transaktionen / Anzahl der Sitzungen) × 100

Die Grundlage der Conversion Rate Berechnung sind hier Sitzungen, da dies der Standard in vielen Analysesystemen ist. Wir sprechen in diesem Artikel über den tatsächlichen Kaufabschluss. Also Geld gegen Ware.

Was ist normal? Der Realitätscheck

Um deine Leistung einzuschätzen brauchst du einen Vergleichswert. Eine durchschnittliche Conversion Rate im Onlineshop dient hier als Orientierungshilfe.

Der globale Standard 2026

Die globale Online Shop Conversion Rate liegt im Jahr 2026 im Schnitt zwischen 1,5 % und 3,0 %. Die Daten verschiedener Anbieter zeigen als Conversion Rate Benchmark leichte Unterschiede:

  • Adobe Business sieht den Schnitt bei 2,58 %.
  • IRP Commerce deutet eher auf 1,9 % hin.
  • Shopify berichtet für die Conversion Rate von Shopify-Stores von einem Durchschnitt von 1,4 % über alle Händler hinweg.

Mit einer Rate von 2,0 % bis 2,5 % liegst du gut im Durchschnitt. Dein Shop funktioniert grundsätzlich. Dein Angebot wird verstanden und die Preise sind marktüblich. Liegst du unter 1,5 % solltest du genauer hinsehen. Ausnahmen sind Produkte mit sehr hohen Preisen wie Yachten oder Industriekräne.

Mobile Conversion Rate vs Desktop

Ein Gesamtdurchschnitt verdeckt oft wichtige Details. Im Jahr 2026 kommen meist 70 % bis 75 % deiner Besucher über ein mobiles Endgerät. Das Thema Mobile Conversion Rate vs Desktop zeigt jedoch: Der Umsatz wird oft trotzdem am Desktop-Computer gemacht.

Gerätetyp Vergleichswert (Durchschnitt) Analyse & Gründe
Desktop 3,0 % – 4,0 % Hier kaufen Nutzer oft fokussiert. Sie haben ihre Kreditkarte griffbereit oder sind im Büro. Der große Bildschirm erleichtert Vergleiche und Dateneingabe.
Tablet 2,5 % – 3,5 % Diese Geräte werden oft auf dem Sofa genutzt. Die Raten liegen meist zwischen Smartphone und Desktop.
Smartphone 1,5 % – 2,0 % Das Smartphone ist ein Gerät der Unterbrechungen. Nachrichten oder Anrufe stören den Kaufprozess. Liegt deine mobile Rate unter 1,5 % gibt es oft Probleme mit der Bedienbarkeit.

Dieser Unterschied ist deutlich. Ein Shop kann am Desktop 4,5 % erreichen. Wenn aber 80 % der Besucher das Smartphone nutzen und dort nur zu 1,0 % kaufen liegt der Gesamtschnitt niedrig. Bewerte deine Leistung daher immer getrennt nach Geräten.

Deutschland, Österreich, Schweiz: Der DACH-Faktor

Der deutschsprachige Markt hat Besonderheiten, was die Conversion Rate in Deutschland beeinflusst. Deutschland führt im europäischen Vergleich oft bei den Konversionsraten. Studien zeigen Werte bis zu 2,22 %. Das ist mehr als in Italien oder Großbritannien.

Die Gründe dafür sind:

  • Vertrauen und Sicherheit: Kunden im deutschsprachigen Raum sind vorsichtig. Gütesiegel wie Trusted Shops oder TÜV sind wichtig.
  • Zahlungsmethoden: Dies ist ein entscheidender Faktor. In den USA dominiert die Kreditkarte. In Deutschland sind Kauf auf Rechnung und PayPal beliebt. Wenn du diese Methoden nicht anbietest brechen viele Kunden den Kauf ab. Sie wollen die Ware oft erst sehen bevor sie zahlen.
  • Hohe Ansprüche: In der Schweiz ist die Kaufkraft hoch. Damit steigen auch die Erwartungen an Logistik und Service.

Ein Shop in dieser Region muss seriös wirken und die richtigen Zahlungsarten bieten. Eine einfache Kopie eines US-Shops funktioniert hier selten.

Saisonale Schwankungen

Vergleiche deine Zahlen immer mit dem Vorjahr. Der Onlinehandel verläuft in Wellen.

  • Jahresendgeschäft: Im November und Dezember wollen Kunden kaufen und nicht nur stöbern. Raten von 4 % bis 5 % sind hier oft normal.
  • Januar-Tief: Nach Weihnachten sinkt die Kaufbereitschaft. Zudem steigen die Rücksendungen an.
  • Sommerloch: Bei gutem Wetter sinken oft die Sitzungen am Desktop und die Verkäufe gehen zurück.

Was ist gut? Der Weg zur Wirtschaftlichkeit

Durchschnittliche Shops überleben vielleicht. Aber sie wachsen selten. Wenn du deine Conversion Rate optimieren willst, reicht Durchschnitt nicht. Was bedeutet also „gut“ im Jahr 2026?

Das Ziel für Ambitionierte

Wenn du dich im oberen Viertel (Top 25 %) deiner Branche bewegst machst du einen sehr guten Job.

  • Für Shopify-Stores bedeutet eine Rate von über 3,2 % die Zugehörigkeit zu den besten 20 %.
  • Allgemein gilt ein Wert zwischen 3,0 % und 4,0 % als gutes Ziel.
  • Am Desktop solltest du sogar 4,0 % bis 5,0 % anstreben.
  • Anmeldung Angebot: Ein konkretes Angebot wird erstellt. Richtwert: 50 % bis 70 %.zum Rundschreiben

Ab diesem Punkt lohnt sich bezahlte Werbung meist richtig. Du kannst aggressiver wachsen.

Der Einfluss des Preises

Ein hoher Preis führt meist zu einer niedrigeren Konversionsrate. Ein günstiges T-Shirt ist ein Spontankauf. Ein teures E-Bike erfordert Bedenkzeit.

Hier ist eine Einschätzung basierend auf dem Warenkorbwert:

Warenkorbwert Was ist eine „gute" Rate? Hintergrund
Niedrig (< 50 €) 4,0 % – 6,0 % Geringes Risiko. Spontankäufe dominieren. Der Bezahlvorgang muss sehr schnell gehen.
Mittel (50 € – 150 €) 2,5 % – 3,5 % Der mittlere Bereich des Onlinehandels. Hier liegen Mode und Geschenke. Kunden vergleichen Preise.
Hoch (> 500 €) 1,0 % – 1,5 % Hohes Risiko. Kunden brauchen mehrere Kontaktpunkte. Eine Rate von 1,5 % ist hier hervorragend.

Verkaufs du Luxusuhren und erreichst 1,2 % ist das kein Grund zur Sorge. Der hohe Warenkorbwert gleicht die niedrigere Prozentzahl aus.

Qualität der Besucher

Es kommt darauf an wen du in deinen Laden lässt.

  • Bekannte Besucher (Bestandskunden, E-Mail): Hier sind Raten von 5 % bis 10 % normal. Diese Menschen vertrauen dir bereits.
  • Unbekannte Besucher (Anzeigen): Wenn Fremde über eine Anzeige kommen ist eine Rate von 0,5 % bis 1,0 % beim ersten Besuch normal. Oft geht es hier erst einmal um den Erstkontakt.

Vorstufen zum Kauf

Ein guter Shop zeichnet sich durch einen gesunden Verkaufsprozess aus. Auch die Warenkorbabbruchrate Statistik gibt hier Aufschluss:

  • Warenkorb-Rate: Etwa 7 % bis 9 % der Besucher sollten etwas in den Warenkorb legen.
  • Kassen-Start: Davon sollten 40 % bis 50 % zur Kasse gehen.
  • Abbruchrate: Im Schnitt brechen ca. 70 % den Kauf ab. Ein guter Shop drückt diesen Wert auf unter 65 %.

Kanäle und Geräte

Wichtig ist auch woher der Kunde kommt. Jeder Kanal bringt eine andere Kaufabsicht mit sich.

Vergleich der Besucherquellen

Hier sind die Werte für 2026 sortiert nach Leistung:

1. Empfehlungen & E-Mail

  • Wert: 5,0 % – 10,0 % (E-Mail), 3,0 % – 5,5 % (Empfehlungen)
  • E-Mail-Verteiler beinhalten deine Stammkunden. Empfehlungen kommen von vertrauenswürdigen Seiten.
  • Im Jahr 2026 sind E-Mails stark personalisiert. Das steigert die Raten deutlich.

2. Organische Suche (SEO)

  • Wert: 2,0 % – 4,0 %
  • Wer gezielt nach einem Produkt sucht hat eine hohe Kaufabsicht. Dieser Besucherstrom ist sehr wertvoll.

3. Bezahlte Suche (Anzeigen)

  • Wert: 2,0 % – 3,5 %
  • Nutzer sehen Bild und Preis vor dem Klick. Das qualifiziert sie vor. Da die Klickpreise hoch sind muss die Marge stimmen.

4. Direkte Aufrufe

  • Wert: 2,0 % – 4,0 %
  • Nutzer tippen deine Adresse direkt ein. Das sind treue Fans deiner Marke.

5. Soziale Medien

  • Wert: 0,7 % – 1,5 %
  • Nutzer auf Instagram oder TikTok wollen unterhalten werden. Der Klick erfolgt oft nur aus Neugier. Käufe direkt in der App sind hier nicht eingerechnet.

Die Technik: Mobile Bedienung 2026

Warum hinkt das Smartphone hinterher? Oft liegt es an Hindernissen bei der Bedienung.

  • Geschwindigkeit: Langsame Seiten verlieren Besucher sofort.
  • Digitale Geldbörsen: Das Eintippen von Kartendaten auf dem Handy stört. Shops mit Apple Pay, Google Pay oder PayPal One Touch haben meist höhere mobile Raten.
  • Apps: In Branchen wie Mode nutzen viele Firmen eigene Apps. Diese wandeln Besucher oft dreimal besser in Käufer um als mobile Webseiten.

Was ist sehr gut? Die Spitzenreiter

Wer im Jahr 2026 zur Elite gehören will muss die Marke von 4,5 % knacken. In Nischen wie Nahrungsergänzungsmitteln erreichen Spitzenreiter sogar über 6,8 %. Amazon spielt mit Prime-Mitgliedern in einer eigenen Liga mit weit über 10 %.

Das machen die Besten anders

Es ist keine einzelne Maßnahme sondern eine Grundhaltung.

  • Personalisierung: Der Shop passt sich an. KI-Werkzeuge analysieren das Verhalten. Zögert ein Kunde erhält er ein passendes Angebot.
  • Psychologie und Menschlichkeit: Echte Kundenfotos statt generischer Bilder schaffen Vertrauen. Hinweise auf knappe Lagerbestände sind echt und nicht erfunden.
  • Reibungsloser Bezahlvorgang: Gastbestellungen sind Standard. Adressen vervollständigen sich automatisch. Einloggen funktioniert ohne Passwort über biometrische Daten.
  • Inhalte: Gute Shops verkaufen Lösungen. Sie bieten Kaufberater und Videos an. Wer sich gut beraten fühlt kauft auch.

Realistischer Branchenvergleich

Du kannst einen Möbelhändler nicht mit einem Supermarkt vergleichen. Hier ist die Conversion Rate nach Branchen im Vergleich für 2026.

Branche Durchschnittliche Rate Ziel für Top-Shops Besonderheiten
Lebensmittel & Getränke 4,9 % – 6,1 % > 8,0 % Niedrige Preise und hoher Bedarf. Abonnements treiben die Raten nach oben.
Kosmetik & Gesundheit 3,5 % – 4,9 % > 6,8 % Hohe Markentreue. Kundenbilder sind sehr wichtig. Wiederkehrende Käufe sind der Motor.
Haustierbedarf 2,3 % – 2,5 % > 4,5 % Emotionale Käufe. Futter-Abos funktionieren sehr gut.
Elektronik 1,4 % – 2,6 % > 3,6 % Viel Recherche und Preisvergleiche. Hohe Warenkörbe drücken die Rate.
Mode & Bekleidung 1,5 % – 2,5 % > 3,5 % Stark visuell. Speziell die Conversion Rate im Mode-Bereich leidet unter Rücksendungen. In Deutschland gehen bis zu 50 % zurück. Größenberater sind Pflicht.
Auto & Teile 2,0 % – 2,2 % > 3,5 % Sehr spezifischer Bedarf. Eine gute Suchfunktion ist entscheidend.
Möbel & Wohnen 1,2 % – 1,9 % > 2,5 % Hohe Preise und schwierige Vorstellungskraft. Entscheidungen dauern oft Wochen.
Luxusgüter & Schmuck 0,9 % – 1,2 % > 1,8 % Exklusivität. Der Kauf ist ein Ereignis. Persönliche Beratung hilft hier sehr.
Firmenkunden (B2B) 1,1 % – 2,5 % > 5,0 % Die Conversion Rate im B2B wandelt sich: Einkäufer wollen online bestellen. Einfache Portale und Rechnungskauf sind wichtig.

      Hinweis zu Rücksendungen

      Lass dich nicht von einer hohen Rate blenden. Gerade in Deutschland bestellen Kunden oft Auswahlgrößen. Optimiere deinen Shop auf den Gewinn nach Abzug der Rücksendungen. Nicht nur auf den reinen Umsatz.

      Fazit: Dein Plan für 2026

      Wir haben viele Zahlen gesehen. Das sind die wichtigsten Punkte:

      • Kein Einheitsbrei: Eine Rate von 2,2 % ist in Deutschland solide. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
      • Genau hinsehen: Prüfe deine Werte auf dem Smartphone. Integriere Bezahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay.
      • Branche kennen: Vergleiche dich nur mit ähnlichen Shops.
      • Persönlich werden: Nutze moderne Technik um jedem Besucher ein passendes Einkaufserlebnis zu bieten.
      • Vertrauen aufbauen: Investiere in Siegel und echte Bewertungen. Biete Rechnungskauf an.

      Die perfekte Konversionsrate gibt es nicht. Es gibt nur eine Rate die besser ist als deine letzte. Erfolgreiches CRO im E-Commerce (Conversion Rate Optimierung) ist eine Daueraufgabe. Ein besseres Bild hier und ein schnellerer Bezahlvorgang da. Fang heute an deinen Shop zu verbessern.

      Häufige Fragen

      Was ist eine gute Conversion Rate für meinen Onlineshop?

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      Warum ist meine mobile Conversion Rate so viel niedriger als am Desktop?

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      Wie schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ab?

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      Welche Conversion Rate sollte ich je nach Warenkorbwert erwarten?

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      Welcher Traffic-Kanal bringt die beste Conversion Rate?

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      Jannis Gerlinger

      Über den Autor

      Jannis Gerlinger ist Inhaber der TÜV-zertifizierten E-Commerce-Agentur janger.design und optimiert seit über 18 Jahren Online-Shops in Conversion, UX/UI und Verkaufspsychologie. Mit eigenen siebenstelligen Shops kennt er die Praxis aus erster Hand und liefert messbare Ergebnisse statt Marketingfloskeln.